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Golf in Graubünden: echte Ferien für Golfer


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Graubünden-Golf - Fairway to heaven

1893 wurde in Samedan der erste Golfplatz der Schweiz eröffnet. Heute präsentiert Graubünden den Gästen 15 unterschiedlichste Plätze. Nirgendwo in Europa sind die Anlagen dichter und vielfältiger als hier: vom 9-Loch Platz in Sedrun, wo ein Loch über den Rhein hinweg gespielt wird bis zum mondänen PGA-Golfkurs in Bad Ragaz.

„Zukünftige Besucher des Engadins werden sicher erfreut sein zu hören, dass in Samaden der Golfplatz eröffnet wurde.“ Was die englischsprachige Alpine Post am 14. Juni 1893 meldete, liess vor allem die britischen Gäste aufhorchen: der erste fest installierte Golfplatz der Schweiz war spielbereit, ein 18 – Loch Kurs in der sandigen Allmend zwischen dem Bogen des Inn und der schnurgeraden Talstrasse nach Pontresina. „Der beste Course um schlecht zu spielen“, sagte ein begeisterter Besucher aus England. „Wenn Sie hier einen Schlag verfehlen, können Sie immer noch die Aussicht geniessen.“ Eine Einschätzung, die für alle Golfplätze Graubündens gelten kann.

Seit jenem 14. Juni sind in der Region Graubünden 15 Golfplätze gebaut worden, vom 9-Loch Platz im wilden und engen Tavetsch, wo ein Loch über den jungen Rhein hinweg gespielt wird, bis zum mondänen, weitläufigen Golfkurs in einer alten Parklandschaft in Bad Ragaz. Eines ist all diesen Golfplätzen gemeinsam: die Berge.

Schottische Golfplätze haben den Wind und das Meer. Englische Golfplätze haben ihre Geschichte, Golfplätze in Indien die Aura einer längst vergangenen kolonialen Grösse. Die Golfplätze Graubündens hingegen haben den Piz Bernina, das Tinzenhorn, den Mundaun, den Vilan. Und so kommt es, dass in Graubünden überdurchschnittlich viele Golfer versonnen auf den Fairways stehen, nicht, weil sie ein vertracktes Problem zu lösen haben oder in der Wahl des Schlägers unschlüssig sind, sondern weil sie den Blick über die Fairways und Greens hinaus und zu den schneebedeckten Gipfeln schweifen lassen.

Die Golfplätze der Region sind so angelegt, dass sie Teil der Landschaft werden, und in der Abenddämmerung kann es durchaus vorkommen, dass ein Hirsch oder eine Waldgämse den Weg zu den saftigen Weiden am Rand der Fairways findet oder dass ein schlecht geschlagener Ball einen Hasen aufscheucht. Anekdoten als Entschädigung für einen Fehlschlag.

In den vielgestaltigen Tälern und Hochebenen – mit oder ohne Steinböcke - hat sich Graubünden zu einem Eldorado des Golf entwickelt. Nirgendwo in den Alpen sind die Golfplätze dichter und vielfältiger gesetzt als hier. In Graubünden gibt es, gemessen an der Einwohnerzahl, doppelt so viele Golfplätze wie in England, zehnmal so viele wie in Deutschland! Diese Dichte hat einen ganz grossen Vorteil: Keiner der 15 Plätze ist überlaufen. Wer also zum Golfspielen nach Graubünden kommt, vertut seine Zeit nicht mit warten, sondern nimmt sich für sein Spiel – und für den Genuss einer fast unberührten Landschaft – alle Zeit der Welt.

Auch später, bei einem Mittagsimbiss im Klubhaus, merken die Besucher, dass sie ihre Urlaubstage in einem ganz besonderen Umfeld verbringen. Auf der Nachmittagskarte finden sich nämlich Würste mit romanischen Namen wie Andútgel und Salsíz. Dazu kommen luftgetrocknete Hirschlende, Bündnerfleisch und Rohschinken, Formaggi aus Poschiavo und Mesocco. Im Glas leuchtet ein feuriger Veltlinerwein aus einem der Südbündner Weinhäuser oder ein Weltklasse-Pinot aus den sonnendurchfluteten Weinbergen der Bündner Herrschaft im Norden des Kantons.

Die kulinarischen Boten verweisen auf eine vielgestaltige Kulturlandschaft. In Graubünden harmonieren italienischsprachige Täler, deutschsprachige Alpenstädte und romanische Bergdörfer aufs Beste miteinander. Sie beeinflussen und befruchten sich gegenseitig. Über die Südtäler kam Italianità in die Region, in der Küche ebenso wie im Bau- und im Lebensstil. Von deutschen Nachbarn her reisten und reisen Dichter und Denker an. Und die Romanen tragen mit ihrer Bodenständigkeit dazu bei, dass das Leben sich nicht im Geistigen verliert. So kann es durchaus vorkommen, dass Golferinnen und Kristallsucher, Dichterinnen und Jäger in der gleichen gemütlichen Dorfbeiz (Dorfkneipe) sitzen und einen Becher des würzigen einheimischen Biers vor sich haben.

Für die Golfer folgt am andern Tag wieder die Qual der Platzwahl. Wer – zum Beispiel – in Davos absteigt, kann in einem Umkreis einer einzigen Fahrstunde unter zehn  verschiedenen Plätzen auswählen, von einem der komplettesten Plätze in Domat/Ems bis zu einem der höchst gelegenen Golfplatz der Alpen, in Arosa. 

Nach dem Golf locken kurze Wanderungen durch lichte Wälder und über helle Wiesenterrassen. Historische Kirchen und Bauernhäuser bieten kulturelle Anregung, Bäder versprechen wohlige Entspannung. Eine Golfstunde bei einem der zahlreichen und sprachkundigen Profis und ein gepflegtes Abendessen bei einem ambitionierten Klubkoch schliessen den Tag ab. Kurz: als Golfer lebt es sich hier wie Gott in ... nein, eben nicht Frankreich, sondern in.... Graubünden.

So dicht sind in Europa die Golfplätze gesetzt.
1. Schottland          9'300 Einwohner pro Platz.
2. Irland                 9'500 EPP
3. Graubünden      14'600 EPP
6. England            26'000 EPP
9. Schweiz          104'000 EPP
11. Deutschland  140'000 EPP

15 Golfplätze, und jeder ist besonders:
Der Romantische Alvaneu
Der Anspruchsvolle (Der mit Blick auf den Canyon) Sagogn
Der in der höchstgelegenen Stadt Europas Davos
Der Heimelige Vulpera
Der auf dem Hochplateau Brigels
Der Älteste Samaden
Der Höchstgelegene Arosa
Der Coupierte für das gepflegte Kurzspiel Klosters
Der mit der eigenen Quelle Lenzerheide
Der Alpine Sedrun
Der mit dem Hotel  Kulm St.Moritz
Der Preisgünstige Domat Ems
Der Natürliche  Zuoz Madulain
Der Championship Course Bad Ragaz
Der für Einsteiger  Heidiland
(Zweitplatz von Bad Ragaz)

©GRF 2011 Quelle gtc-germany